Epigenetik

Epigenetik- Faktoren, die deine Gene beeinflussen

Die Wissenschaft befindet sich in der heutigen Zeit in einer stetigen Wandlung. Auch in der Genforschung findet schon seit einigen Jahren ein revolutionäre Umdenken statt. Während man früher davon ausging, dass die Genetik unser Schicksal ist und unsere körperliche Entwicklung festlegt, wird nun in der sogenannten „Epigenetik“ (bedeutet „Übergenetik“) mit diesen veralteten Vorstellungen komplett aufgeräumt.
Diese neue Wissenschaft beschäftigt sich nämlich mit Erkenntnissen, dass sich die Gene komplett „umschreiben“  lassen und alles andere als „starr“ und „schicksalsbestimmend“ sind. Sie lassen sich durch Ernährung, Lebensstil und den Denken ein Leben lang beeinflussen. Jeder Mensch kann bestimmt Gene ein- und ausschalten und sogar an seine Kinder vererben.

Die Gene steuern unseren Körper, aber wir haben die Möglichkeit auch Sie zu steuern !

Aber wie funktioniert das ?

Die Epigenetik zeigt, dass unsere Gene nur ein untergeordnete Rolle spielen. Sie sind nur eine Art Bibliothek von Programmen, die je nach Bedarf an- und ausgeschaltet werden können.Die Übergeordnete Rolle spielt das „Epigenom„, das bestimmt welche Informationen aus der DNS ausgelesen werden können. Sie wirken wie Schalter, die in der Lage sind Gene entweder an- oder auszuknipsen. Diese epigenetischen Veränderungen können durch viele Faktoren ausgelöst werden. Umfeld, Nahrung, Bewegung, Stress, Lebensstil, Gedanken, Emotionen, Erfahrungen(die immer nur im Kopf stattfinden) können unsere genetische Veranlagung beeinflussen und bestimmen. Unser Lebensbedingungen sind sozusagen der „zweite Code“ oder die „letzte Chance“.
Die Epigenetik beweist damit, dass unsere Gene wandelbar,kreativ und dynamisch sind. Unsere DNA reagiert also mit epigenetischen Phänomenen auf den Lebensstil des Menschen.

 

Faktoren die deine Gene beeinflussen

 

 

Nahrung

Du bist was du isst- Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die körperliche Entwicklung, das wissen wir. Aber interessant ist, dass die Nahrung in der Lage ist bestimmte Gene ein- und auszuschalten.
Ein sehr anschauliches Beispiel sehen wir in der Welt der Bienen. Genetisch gesehen sind nämlich alle Bienen identisch. Im Larvenstatus sind also alle Bienen gleich und es besteht genetisch gesehen kein einziger Unterschied. Der Grund, wieso eine Biene zur Königin wird, liegt an einer speziellen Nahrung, und zwar das Gelee Royale. Während die Arbeiterbienen nur vom Honig kosten dürfen, hat ein Biene dauerhaften Zugriff auf einen speziellen Honig der, bestimmte Gene aktivieren kann und sie dadurch zur Bienenkönigin heranwachsen lässt. Die Bienenkönigin wird also nicht als Königin geboren, sondern wird zur Königin gefüttert!

Was bedeutet das für uns?

Mit der Ernährung sind wir also in der Lage unsere Genetik umzuschreiben.
Bei Schwangeren hat die Ernährung sogar sehr großen Einfluss auf das Kind, denn vor der Geburt ist die DNA des Babys am leichtesten beeinflussbar. Natürlich spielen auch anderen Faktoren wie Stress, Emotionen und Erfahrungen der Mutter eine Rolle. Alles was die Mutter erlebt und zu sich nimmt hat auch Auswirkungen auf die DNA des Kindes.

Aber dennoch sind die Gene nicht in Stein gemeißelt. Durch gesunde Essgewohnheiten können wir unser Erbgut verändern. Viele „Lebensmittel“ und Essgewohnheiten in unserer Gesellschaft haben mit der natürlichen Nahrung nicht mehr viel zutun:
-Industriezucker
-Weismehl
-Fast Food
-Junk Food
-Essen wärmen in der Mikrowelle

Ich selbst experimentiere gerne mit der Ernährung herum, denn schließlich haben wir heutzutage die Möglichkeit, auf fast alle Ressourcen der Natur zuzugreifen. Naturbelassene Ernährung, Phytoandrogene, „hormonaktive Superfoods„, pflanzliche Nahrungsmittel mit hohem Mikronährstoffgehalt, hochdosiertes Vitamin D3….

testosteron erhöhen
Auch was das Trinken angeht sind wir von epigenetischen Einflüssen nicht verschont. Es gibt eindeutig Giftstoffe, die dem Epigenom zumindest während der frühkindlichen Entwicklung große schaden zufügen können. Dazu gehört auch Bisphenol A, eine Substanz die vorallem in Plastikflaschen vorkommt. Nachgewiesen ist jedenfalls, dass dieser Stoff eine hormonähnliche Wirkung aufweist, die den Östrogenen (Weibliche Hormone) gleicht. In Studien in denen Agouti- Mäuse im Mutterleib Bisphenol A ausgesetzt waren, konnte man negative Veränderungen feststellen. Die Mäuse wurde gelb, fett und krank…
Diese sogenannten „Xenoöstrogene“ docken an den Hormonrezeptoren der Zellen an und können epigenetische Veränderungen bewirken. Der eindeutige Beweis für die Gefahr steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber durch die bisherigen Versuche kann man von folgenden Gefahren ausgehen:

  • erhöhte Krebsgefahr bei hormonabhängigen Krebsarten
    wie Prostata- und Brustkrebs
  • Verschlechterung des Fettstoffwechsels, Fettleibigkeit
  • Diabetes (Typ 1 und 2)
  • Hemmung der Testosteronproduktion

Also liebe Männer, zusätzliches Östrogen von Außen brauchen wir nicht, feminisieren wollen wir uns auch nicht, aber was sollen wir sonst trinken?

Alternativen wären zum Beispiel:

-einfach Glasflaschen zu kaufen
-ein Wasserfiltersystem zu nutzen, der das Leitungswasser reinigt und
Trinkflaschen aus BPA-freiem Tritan nutzen

😉

 

Lebensstil…

Die Wahl der Nahrung ist schon ein großer Faktor des Lebensstils. Aber es gehört mehr dazu. Unser Umfeld ist es, das unsere Gene beeinflusst. Bruce Lipton, ein Zellbiologie beobachtete, wie Zellen sich veränderten, je nachdem in welchem Umfeld sie sich gerade befinden. Man sollte also Dinge wie die Wahl unseres Wohnraumes, Arbeitsbedingungen, Nahrung und sportliche Betätigung nicht unterschätzen.
Dass wir Menschen uns kaum weiterentwickeln liegt in erster Linie nicht an unseren Genen, sondern viel mehr daran, dass wir unsere Lebensbedingungen nicht verändern. Immer dieselben Vorlieben, Gewohnheiten, Trainingspläne, Lebensmittel halten uns in einer gewissen „Komfortzone“ fest. Wie wäre es, anstatt immer nur unter die warme Dusche zu springen einfach mal kalt zu duschen ? Bringt nämlich eine Menge Vorteile für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
Eine neue Sportart? eine andere Trainingsmethode? ein neues soziales Umfeld oder eine neue Arbeitsstelle ? So viele Dinge in unserem Umfeld können verändert werden. Neue Gewohnheiten schaffen immer eine neues Umfeld und damit einen neuen Lebensstil.

Der größte Faktor für die Veränderung der Gene liegt aber dennoch nicht in den Äußerlichen Dingen, sondern hat mit der Innenwelt zutun, und zwar mit den:

Gedanken und Emotionen

Die Realität die du mit deine 5 Sinnen wahrnimmst findet schlussendlich nur in deinem Gehirn statt und du kannst entscheiden wie du auf äußere Umstände reagierst. Durch deine Überzeugungen, Gedanken und Einstellungen erzeugst du nämlich selbst deine Realität und beeinflusst deinen Körper bzw. deine Gene.
Der „Placebo-Effekt“ ist einer des wissenschaftlichen Beweise für die wirksame Kraft der Überzeugung. Als Placebo bezeichnen Mediziner ein Scheinmedikament, das keine pharmakologisch wirksamen Bestandteile enthält. Es sieht einem echten Medikament (z.B. einer Tablette) in der Regel zum Verwechseln ähnlich. Diese Placebos wirken nicht wegen den Inhaltstoffen, sondern weil der Patient daran glaubt, dass sie wirken.

Auch seit der Erkenntnissen der Quantenphysik steht es fest, dass die Materie auf das Bewusstsein reagiert bzw. Bewusstsein die Materie beeinflusst. Das bedeutet, dass deine Gedanken einen großen Einfluss auf deine körperliche Verfassung haben. In der Wissenschaft der Psychosomatik ist es schon lange bekannt, dass die Ursache vieler Krankheiten negative Gedanken, Depression und Stress sind.

 

Auf den Faktor Chronischer Stress möchte ich in diesem Artikel genauer eingehen. Dieser ist nämlich eines des größten Gifte des Körpers. Er bremst die Regeneration, bremst Wachstumsprozesse, schwächt das Immunsystem, zerstört die Zellen, macht einen psychisch krank und hinterlässt große Spuren im Erbgut. Während der Körper ständig mit Stresshormonen „vergiftet“ wird, ist es nämlich unmöglich zu regenerieren und die Zellgesundheit zu erhalten. Es gibt viele Arten von Stress die negativ auf den Menschen wirken: Sorgen, Angst, Ärger, Bitterkeit, Schuld, Überforderung …nur um einige zu nennen. Sie beginnen alle im Kopf und wirken sich negativ auf den Körper und die Gene aus, da das Gehirn zwischen objektiver und subjektiver Gefahr keinen Unterschied macht.

 Es ist  wissenschaftlich bestätigt, dass Gedanken, Gefühle, Worte und Umweltfaktoren biochemische Reaktionen in den 100 000 verschiedenen Proteinen der Zelle, aber auch die Gene verändern. Jede einzelne Erfahrung löst genetische Veränderung in der DNS der Zelle aus. Die 100 000 Proteine werden durch die Felder koordiniert. Gene und Bewusstsein stehen im Wechselspiel miteinander. Durch einen erhöhten Informationsfluss im Körper steigen Neuronenverbindungen und andere Areale werden miteinander verknüpft. Überzeugungen verändern Hormone, Nervenverbindungen, Gene und das gesamte elektromagnetische Feld der Interaktion. Das soziale Netz, das ökologische System, die Ernährung, Toxine und Rituale sind wirksame Faktoren. Der Körper liest in den Gedanken!

Buchempfehlung: Intelligente Zellen- Wie Erfahrungen unsere Gene steuern

 

Zusammenfassende Tipps

-Naturbelassene  Ernährung
-„Superfoods“
-Phytoöstrogene (Nahrungsmittel die den Testostronspiegel erhöhen können)
-Sonne tanken so viel es geht + Vitamin D3 Nahrungsergänzung
-Nicht aus Plastikflaschen trinken
-jeglichen Stress vermeiden
-Sport treiben
Kalt Duschen
Schlaf optimieren
-Umfeld verändern
-Positive Gedanken und Emotionen wie Liebe, Friede und Freude

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